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	<title>Alpine Safety Archives - Die Bergstation</title>
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	<title>Alpine Safety Archives - Die Bergstation</title>
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		<title>Skitourengehen – Tipps für den Anfang. Teil 3: Technik und Bewegung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Oct 2021 08:33:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Adventure]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alpine Safety]]></category>
		<category><![CDATA[Die Bergstation]]></category>
		<category><![CDATA[skitouren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir sind bereits bei Teil 3! Nach Teil 1 (Material) und Teil 2 (Strategie und Taktik) kommt der spannendste Teil der Serie &#8220;Schon wieder eine lange Liste von Tipps für Skitourenanfänger&#8221; &#8211; nämlich Tipps zu richtiger Bewegung und Aufstiegstechnik. (Tipps für die Abfahrt gibt&#8217;s als Bonustrack in Teil 4.) An die Ausrüstung gewöhnen Ein leichter [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir sind bereits bei Teil 3! Nach <a href="https://www.diebergstation.at/2021/10/skitourengehen-ist-einfach-ein-paar-tipps-fuer-den-anfang-teil-1-das-material/">Teil 1 (Material)</a> und <a href="https://www.diebergstation.at/2021/10/skitourengehen-tipps-fuer-den-anfang-teil-2-die-strategie/">Teil 2 (Strategie und Taktik)</a> kommt der spannendste Teil der Serie &#8220;Schon wieder eine lange Liste von Tipps für Skitourenanfänger&#8221; &#8211; nämlich Tipps zu richtiger Bewegung und Aufstiegstechnik. (Tipps für die Abfahrt gibt&#8217;s als Bonustrack in Teil 4.) </p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">An die Ausrüstung gewöhnen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein leichter Ski, der ob der Felle nicht zurückrutscht und ein nach hinten beweglicher Skischuh, der fersenfrei in der Bindung hängt, sind eine ungewohnte Erfahrung. Am besten gewöhnt man sich an diese neue Empfindung, in dem man sich in der Ebene ein wenig bewegt. Fuß anheben, Ski hängen lassen und nach links und rechts drehen, Rotation im Stand rund um Skispitze, -mitte und -ende und ähnliche Spielereien bringen Vertrauen in das neue Material. So werden Ski und Schuhe Teil des Ganzen, und man ist nicht als Passagier seines Equipments unterwegs.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Spurbild</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um das ultimative Ziel des entspannten und energiesparenden Dahindackelns (siehe Einleitung in Teil 1) zu erreichen, sollte die Skiführung zweierlei Eigenschaften erfüllen: Parallel bleiben (eine V- oder Entenspur entlarvt dich als Novizen) und Schneekontakt halten (Ski dahinschleifen, nicht anheben).</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Kurvenform</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnliches gilt beim Kurvengehen. Während der gesamten Richtungsänderung werden die Ski in A-Form geführt, das heißt die Skispitzen zusammen und die Skienden auseinander. Damit gelingt die Kurve stabiler und flüssiger als in V-Form. (Spitzkehren sind Thema für leicht Fortgeschrittene und werden hier nicht behandelt.)</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="611" height="406" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2021/10/10_aufstieg_rosskarscharte_.jpg" alt="touren kurve" class="wp-image-7711" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2021/10/10_aufstieg_rosskarscharte_.jpg 611w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2021/10/10_aufstieg_rosskarscharte_-300x199.jpg 300w" sizes="(max-width: 611px) 100vw, 611px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kurven. Sonst wird&#8217;s fad.</figcaption></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Schrittlänge</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt, abgesehen von unpassenden Schuhen oder einer Liebe zu Fred Astaire-haftem Ausdruckstanz, wenig Gründe für nervös hohe Schrittfrequenz. Die große Schaftrotation moderner Tourenschuhe erlaubt lange, ausfallende Schritte, die erstens für Ruhe und Stabilität beim Gehen sorgen, und zweitens natürlich auch energiesparender sind. Also ruhig den Ski aktiv nach vorne schieben. (Ich verwende beim Führen eine kleine Eselsbrücke, um meinen Schrittrhythmus lang und ruhig zu halten, indem ich bei voller Schrittlänge jeweils die Skispitze des einen Skis am Vorderbacken des anderen Skis orientiere.)</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Verwendung der Steighilfe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tipp: Gar nicht. Viele Einsteigerinnen und Einsteiger tun sich schwer, die Steighilfe nicht zu verwenden (&#8220;Ich habe schließlich dafür gezahlt!&#8221;). Tatsächlich hat die Steighilfe im moderaten Gelände einer ersten Skitour eher eine Reihe von Nachteilen und keine Vorteile. Instabilität, Unterbrechung des Gehflusses und vor allem keine Möglichkeit für den Quadrizeps in die volle, entspannende Streckung zu kommen. Steighilfe in zu flachem Terrain verwenden ist wie mit gebeugten Knien mit Stöckelschuhen zu gehen. Wem das gefällt, der soll&#8217;s gerne machen. Profis sind in freier Wildbahn übrigens selten mit Steighilfe anzutreffen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="400" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/svenintheice-copy.jpg" alt="legs of steel" class="wp-image-1340" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/svenintheice-copy.jpg 800w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/svenintheice-copy-300x150.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/svenintheice-copy-768x384.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auch eine Art Steighilfe. (&#8220;Ich mach dich fame!&#8221; Dani zu Sven beim <a aria-label="undefined (opens in a new tab)" href="https://fm4.orf.at/stories/3018554/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Legs of Steel</a> Camp vor einigen Jahren.)</figcaption></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Felle</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auf- und Abziehen der Felle gehört am Beginn einer Skitourenkarriere zu den mühsamen Minuten des Tages. Glücklicherweise gilt auch hier, je öfter man Felle anbringt und verstaut, desto leichter geht das von der Hand, und nach ein, zwei Saisonen dauert das ganze nur mehr ein paar Sekunden. Ein paar Tipps: Dem Wind den Rücken zukehren. Überlegen, ob man die weit verbreitete Folie zwischen den Fellen wirklich benötigt. Zuhause im Warmen üben.<br><br>Für Menschen mit viel Motivation und wenig Skitourenerfahrung (die ja die Zielgruppe dieser Serie sind) bleiben natürlich noch eine Menge Fragen offen: <a aria-label="undefined (opens in a new tab)" href="https://www.diebergstation.at/2019/10/skitourengehen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wie ist das mit der Lawinengefahr?</a> Was brauche ich an Sicherheitsausrüstung? Wie führe ich eine Spitzkehre aus, ohne meine Würde zu verlieren?  <br><br>Einige dieser Fragen werden in Nachfolgeartikeln beantwortet, oder sind in diesem Blog bereits behandelt worden. Der wahrscheinlich beste Tipp ist, in <a aria-label="undefined (opens in a new tab)" href="https://www.diebergstation.at/2018/09/die-7-naturgesetze-der-skiguides/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">professioneller Begleitung</a> mit dem Skitourengehen zu beginnen. Dann werden alle hier angeführten Anregungen und noch viel mehr direkt im Schnee in entspannter Stimmung ausprobiert. Macht noch um einiges mehr Spaß als nur darüber zu lesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Geschrieben für&nbsp;<a href="https://www.sportaktiv.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sport Aktiv</a> im September 2021)</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Alle Teile dieser Serie</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Tipps für den Anfang. <a href="https://www.diebergstation.at/skitourengehen-ist-einfach-ein-paar-tipps-fuer-den-anfang-teil-1-das-material/">Teil 1: Das Material</a><br>Tipps für den Anfang. <a href="https://www.diebergstation.at/skitourengehen-tipps-fuer-den-anfang-teil-2-die-strategie/">Teil 2: Die Strategie</a><br>Bonustrack: <a href="https://www.diebergstation.at/skitourengehen-tipps-fuer-den-anfang-teil-4-die-abfahrt/">Hinaufgehen ist leicht. Hinunterfahren auch.</a></p>



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			</item>
		<item>
		<title>Skitourengehen – Tipps für den Anfang. Teil 2: Die Strategie</title>
		<link>https://www.diebergstation.at/skitourengehen-tipps-fuer-den-anfang-teil-2-die-strategie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Oct 2021 05:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Adventure]]></category>
		<category><![CDATA[Alpine Safety]]></category>
		<category><![CDATA[skitouren]]></category>
		<category><![CDATA[Transalp]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Willkommen bei Teil 2 einer vierteiligen Serie zum Thema &#8220;Ich möcht&#8217; gerne Skitourengehen, aber ich hab&#8217; da noch eine mehrere Fragen&#8221;. In Teil 1 wurde das Material besprochen, jetzt geht&#8217;s um ein paar taktische Überlegungen und die richtige Strategie. Also. &#8220;Be bold, start cold.&#8221; Neueinsteiger in diesem Sport erkennt man daran, dass sie bei moderatem [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Willkommen bei Teil 2 einer vierteiligen Serie zum Thema &#8220;Ich möcht&#8217; gerne Skitourengehen, aber ich hab&#8217; da noch <strike>eine</strike> mehrere Fragen&#8221;. In <a href="https://www.diebergstation.at/2021/10/skitourengehen-ist-einfach-ein-paar-tipps-fuer-den-anfang-teil-1-das-material/" target="_blank" aria-label="undefined (opens in a new tab)" rel="noreferrer noopener">Teil 1 </a>wurde das Material besprochen, jetzt geht&#8217;s um ein paar taktische Überlegungen und die richtige Strategie. Also.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">&#8220;Be bold, start cold.&#8221;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neueinsteiger in diesem Sport erkennt man daran, dass sie bei moderatem Wetter in die dicksten Daunenjacken und wolligsten Wollmützen gehüllt wegstarten (&#8220;Ich habe schließlich dafür gezahlt!&#8221;). Nach fünf Minuten schießen erste Wallungen durch den Körper, nach zehn Minuten der leicht erschöpfte Schnaufer: &#8220;Ich muss mir die Jacke ausziehen!&#8221;, nach dem kurzen Ausziehstopp folgt dann zehn Minuten später der ausgetrocknete Wunsch nach Trinkbarem. Solche Unterbrechungen stören den Rhythmus empfindlich, jeder Stopp und Wiederstart kostet unnötig Energie, beeinträchtigt das Gesamterlebnis und trägt unbemerkt zu Erschöpfung bei. Expertinnen starten mit einem Anflug von Frösteln, wissen aber, dass sie in zehn Minuten die perfekte Betriebstemperatur erreicht haben (auch wenn dazu ein bisschen Erfahrung gehört).</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Verpflegung während der Tour</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich sind zwei Arten von Pausen empfehlenswert: Die ganz kurzen, um einen schnellen Müsliriegel einzuwerfen, an der Trinkflasche zu nuckeln, Fotos zu machen oder sich von der Begleitung die Schönheit der Bergwelt erklären zu lassen. Dauer: &lt; 5 Minuten, um nicht auszukühlen und dem Körper nicht das falsche Signal zu senden, er könne in den Couch-Füßehochlagern Modus wechseln. Und die längeren, bei denen man sich hinsetzt, gemütlich jausnet, in die Gegend schaut und den Daheimgebliebenen Fotos von der Schönheit der Bergwelt, die die Begleitung zuvor erklärt hat, schickt. Diese Art von Pause passiert nur ein, zweimal am Tag.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/skitouren_pause.jpg"><img decoding="async" width="800" height="569" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/skitouren_pause.jpg" alt="skitour pause" class="wp-image-2720" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/skitouren_pause.jpg 800w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/skitouren_pause-300x213.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/skitouren_pause-768x546.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">© Fischer Sports GmbH</figcaption></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Dauer der ersten Tour</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tipp: Lieber ein bissl zu kurz als ein bissl zu lang. Wenn die erste Tour schön und ein wenig zu kurz war, bleibt man im Kopf hungrig nach mehr, die Vorfreude auf den nächsten Ausflug in den Schnee motiviert durch den Alltag.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant wird hoffentlich der dritte Teil der Serie. Da geht es dann um die richtige Aufstiegstechnik und passenden Bewegungsabfolgen, dass der erste Skitourentag auch wirklich ein entspannter Ausflug wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Geschrieben für&nbsp;<a href="https://www.sportaktiv.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sport Aktiv</a> im September 2021)</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Die anderen Teile dieser Serie</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Tipps für den Anfang. <a href="https://www.diebergstation.at/skitourengehen-ist-einfach-ein-paar-tipps-fuer-den-anfang-teil-1-das-material/">Teil 1: Das Material</a><br>Tipps für den Anfang. <a href="https://www.diebergstation.at/skitourengehen-tipps-fuer-den-anfang-teil-3-technik-und-bewegung/">Teil 3: Bewegung und Technik</a> <br>Bonustrack: <a href="https://www.diebergstation.at/skitourengehen-tipps-fuer-den-anfang-teil-4-die-abfahrt/">Hinaufgehen ist leicht. Hinunterfahren auch.</a></p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<p>The post <a href="https://www.diebergstation.at/skitourengehen-tipps-fuer-den-anfang-teil-2-die-strategie/">Skitourengehen – Tipps für den Anfang. Teil 2: Die Strategie</a> appeared first on <a href="https://www.diebergstation.at">Die Bergstation</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Skitourengehen &#8211; Tipps für den Anfang. Teil 1: Das Material</title>
		<link>https://www.diebergstation.at/skitourengehen-ist-einfach-ein-paar-tipps-fuer-den-anfang-teil-1-das-material/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Oct 2021 09:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Adventure]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alpine Safety]]></category>
		<category><![CDATA[Die Bergstation]]></category>
		<category><![CDATA[skitouren]]></category>
		<category><![CDATA[Transalp]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nein, der Einstieg in den Skitourensport ist nicht schwer. Ja, je mehr Skitouren man geht, desto leichter fällt es und desto mehr Spaß macht es. Denn eine grundsätzliche Strategie beim Tourengehen &#8211; und zwar egal ob im Anfänger- oder Fortgeschrittenenbereich &#8211; ist, sich so wenig wie möglich anzustrengen. Wie bitte? Lass mich kurz erläutern. Wenig [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Nein, der Einstieg in den Skitourensport ist nicht schwer. Ja, je mehr Skitouren man geht, desto leichter fällt es und desto mehr Spaß macht es.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn eine grundsätzliche Strategie beim Tourengehen &#8211; und zwar egal ob im Anfänger- oder Fortgeschrittenenbereich &#8211; ist, sich so wenig wie möglich anzustrengen.<br><br>Wie bitte?<br><br>Lass mich kurz erläutern. Wenig anstrengen heißt einerseits, die Nerven nicht zu schmeißen (was in eventuell auftretenden &#8220;haarigen&#8221; Situationen erlaubt, kühle Entscheidungen zu treffen). Andererseits heißt das auch, sich nicht mit unnötigen Bewegungen die Körner zu rauben und Kopf und Körper auszulaugen. Schließlich wollen wir die Berge genießen, ohne laktatdeppert am Hungerast zu hängen. Außerdem sind Skitourengeher tief drinnen ja faule Hunde (ich spreche nur für mich).<br><br>Also: Es folgen nun (in vier eigenständigen Artikeln) ein paar Tipps, um den ersten Tag angenehm und entspannt zu gestalten und nicht körperlich erledigt und geistig frustriert nach fünfzig Höhenmetern dem Skitourengehen lautstark auf ewig abzuschwören. Wir beginnen mit Teil 1, dem Material.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Das passende Material fürs Skitourengehen </h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Die Tourenski</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Muss man nicht gleich kaufen, inzwischen kann man in so gut wie jedem Skiverleih des Landes aus einer Selektion moderner Tourenski wählen. Worauf achten? Nicht zu schmal, nicht zu fett. Ideal sind für die ersten Erfahrungen Ski mit einer Mittelbreite von rund 90 Milimetern, die Pinbindung so montiert, dass bei fersenfrei angeschnalltem, hängendem Ski die Spitze langsam nach oben kommt. Das hilft beim Gehen und im speziellen bei der Spitzkehre. Um auszutesten, ob die Bindung richtig montiert ist, reicht es, den Ski mit zwei Fingern an den Pins des Vorderbacken zu halten und zu schauen, was passiert.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/fischer_transalp_90_carbon.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="103" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/fischer_transalp_90_carbon.jpg" alt="" class="wp-image-2560" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/fischer_transalp_90_carbon.jpg 600w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/fischer_transalp_90_carbon-300x52.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein wirklich guter Ski. Also eigentlich zwei wirklich <a href="https://www.fischersports.com/transalp-90-carbon-2404?c=166" target="_blank" aria-label="undefined (opens in a new tab)" rel="noreferrer noopener">gute Ski.</a></figcaption></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Der Tourenschuh</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dass ein Tourenschuh bequem und reibungsfrei sitzen muss, hat sich herumgesprochen (Ausnahme sind Fetischisten, die ihre Füße gerne in Eigenblut baden), ein paar weitere Faktoren zeichnen einen modernen, leichten Tourenschuh aus: Die (Profil-) Sohle ist meist bis zu 2 Zentimeter kürzer als bei einem Pistenschuh, der Rist liegt fest an, der Schaft hat nach vorne und vor allem nach hinten im Gehmodus viel Bewegungsfreiheit. (Der Fischer Travers hat zum Beispiel eine Schaftrotation von 80 Grad. Warum das notwendig ist? Dazu mehr in Teil 3 der Serie, da geht es um die Technik beim Aufstieg.) Reine Tourenschuhe passen in keine herkömmliche Alpinbindung mehr.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="741" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/fischer_travers_cs_yellow.jpg" alt="" class="wp-image-2567" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/fischer_travers_cs_yellow.jpg 600w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/fischer_travers_cs_yellow-243x300.jpg 243w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption"><a aria-label="undefined (opens in a new tab)" href="//www.fischersports.com/travers-cs-1031?c=158" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lieblingsschuh</a>. (Unbezahlte, aber ehrliche Werbung.)</figcaption></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Die Stöcke</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Für die erste Tour können durchaus die eigenen Pistenstöcke verwendet werden, Voraussetzung ist ein Teller mit genug Durchmesser, um ein Einbrechen im tieferen Schnee zu vermeiden. (Grundsätzlich werden beim Tourengehen in der Länge verstellbare Stöcke (Teleskopstöcke) verwendet &#8211; beim Aufstieg meist um einige Zentimeter länger als bei der Abfahrt.)</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/kompredell_fatso.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="92" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/kompredell_fatso.jpg" alt="" class="wp-image-2595" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/kompredell_fatso.jpg 800w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/kompredell_fatso-300x35.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/kompredell_fatso-768x88.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Die Bekleidung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das, was Sportmagazine und die Bekleidungsindustrie unter Verwendung hochtechnisch klingender und teilweise neu erfundener Begriffe begeistert propagieren, stimmt in diesem Falle meistens: Gute Outdoorbekleidung ist gut. Das heißt atmungsaktiv, leicht, wind- und wetterfest und lässt dich aussehen wie ein Instagrammodel, das gerade von einer mehrmonatigen Karakorumexpedition zurückkehrt, auch wenn du maximal die Maria-Theresien Straße auf und ab flaniert bist. Solches Tuch ist aber auch sauteuer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betreibt man den Tourensport ein bisschen regelmäßiger, zahlt sich eine Investition aus, zu Beginn sollte man auch bei günstiger Gewandung darauf achten, dass man nicht zu feucht, windanfällig und zu warm gekleidet ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Soweit zum Material. Im nächsten Text geht&#8217;s dann um die richtige Strategie beim Skitourengehen, Teil 3 beschäftigt sich mit der richtigen Bewegung und Technik. Gedanken zum Tourengehen allgemein? <a href="https://www.diebergstation.at/2020/10/skitourengehen-ist-ansteckend/">Hier</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Geschrieben für&nbsp;<a href="https://www.sportaktiv.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sport Aktiv</a> im September 2021)</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Alle Teile dieser Serie</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Tipps für den Anfang. <a href="https://www.diebergstation.at/skitourengehen-tipps-fuer-den-anfang-teil-2-die-strategie/">Teil 2: Die Strategie</a><br>Tipps für den Anfang. <a href="https://www.diebergstation.at/skitourengehen-tipps-fuer-den-anfang-teil-3-technik-und-bewegung/">Teil 3: Bewegung und Technik</a> <br>Bonustrack: <a href="https://www.diebergstation.at/skitourengehen-tipps-fuer-den-anfang-teil-4-die-abfahrt/">Hinaufgehen ist leicht. Hinunterfahren auch.</a></p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<p>The post <a href="https://www.diebergstation.at/skitourengehen-ist-einfach-ein-paar-tipps-fuer-den-anfang-teil-1-das-material/">Skitourengehen &#8211; Tipps für den Anfang. Teil 1: Das Material</a> appeared first on <a href="https://www.diebergstation.at">Die Bergstation</a>.</p>
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		<item>
		<title>Skitourengehen ist ansteckend</title>
		<link>https://www.diebergstation.at/skitourengehen-ist-ansteckend-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2020 07:54:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Adventure]]></category>
		<category><![CDATA[Alpine Safety]]></category>
		<category><![CDATA[Opinion]]></category>
		<category><![CDATA[skitouren]]></category>
		<category><![CDATA[corona]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Corona und was wir vom Skitourengehen lernen können. Als der Sommer 2020 so richtig gut im Saft stand, die Tage noch brütend heiß, die Seen wohlig temperiert und draußen die Menschen an Felswänden hingen oder eifrig Gedichte für Gipfelbücher fabrizierten, kam die Bitte um eine essayhafte Auseinandersetzung mit dem Thema &#8220;Skitouren und welche Auswirkungen Corona [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Corona und was wir vom Skitourengehen lernen können.</h3>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als der Sommer 2020 so richtig gut im Saft stand, die Tage noch brütend heiß, die Seen wohlig temperiert und draußen die Menschen an Felswänden hingen oder eifrig Gedichte für Gipfelbücher fabrizierten, kam die Bitte um eine essayhafte Auseinandersetzung mit dem Thema &#8220;Skitouren und welche Auswirkungen Corona aufs Skitourengehen haben wird&#8221;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8220;Gerne!&#8221;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn das Thema schien klar. Die Auswirkungen waren im meinem Kopf eindeutig, und die sommerlichen Gespräche mit Vertretern der skiproduzierenden Industrie unterstützten meine Annahmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann wurden die Tage kürzer, die Abende kühler, die Seen kälter, die Finger beim Klettern klammer und die Gipfel einsamer. Und auf einmal war mir gar nicht mehr so klar, wie diese für uns als Gesellschaft so lebensverändernden neuen sozialen Rahmenbedingungen das Skitourengehen prägen werden?</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="549" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/dachsteinmassiv-1024x549.jpg" alt="" class="wp-image-2121" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/dachsteinmassiv-1024x549.jpg 1024w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/dachsteinmassiv-300x161.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/dachsteinmassiv-768x412.jpg 768w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/dachsteinmassiv.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Oberflächlich erschien mir logisch, dass sich der Skisport eher weg von den überfüllten Pistengebieten und den Moshpits des Wintertourismus &#8211; den Apres-Ski Hütten und Liftschlangen &#8211; bewegen wird. Man wird stolz von dem anlassbezogenen &#8220;Rückzug zum Wesentlichen&#8221;, dem &#8220;Ausbrechen aus dem Hamsterrad&#8221;, der &#8220;Auseinandersetzung mit sich selbst&#8221; und vor allem &#8220;der Suche nach Ruhe&#8221; schwärmen und kann diesen Gründen auch gleich einen Hashtag voransetzen, praktisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wird das wirklich so sein?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, natürlich. Zunehmen wird die Zahl der Skitourengeherinnen und -geher schon, das hat schon der Bergsommer 2020 bewiesen. Aber bevor ich einen persönlichen Blick auf &#8220;Skitouren im Apokalypsenwinter 20/21&#8221; werfe habe ich mir überlegt warum ich das eigentlich so gerne mache?</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Skitourengehen ist geil</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Erstens. Ich verdiene damit mein Geld. Es ist mein Beruf als Leiter eines Freeride und Alpincenters, mit Menschen aus allen soziodemografischen Schichten mit Ski über die Berge zu gehen. Und auch wenn ich das seit über einem Jahrzehnt mache, danke ich Ullr immer noch täglich, so einen geilen Job zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweitens. Es macht unglaublich Spaß. Es gibt wenig an dem Thema, das ich nicht als vorteilhaft für das tägliche Leben sehe. Draußen in der Natur, das Erleben von Kälte und Schnee, die langsame und schnelle Bewegung, das Ausputzen des Hirns, die weiche Ruhe einer schneebedeckten Landschaft und das Gefühl, nach einem langen Tag die Skischuhe auszuziehen. Mit den Worten des großartigen Glen Plake: &#8220;There&#8217;s no better way to waste time than a day skiing.&#8221; Und aus der Kombination von Beruf und Privatvergnügen ergeben sich regelmäßig notwendige Trainingstouren, bei denen ich alleine unterwegs bin um meine Sinne für alle alpinen Eventualitäten zu schärfen, um dann mit Kunden in Extremsituationen nicht die Nerven zu schmeißen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/dachsteinrockice-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-1635" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/dachsteinrockice-1024x576.jpg 1024w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/dachsteinrockice-300x169.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/dachsteinrockice-768x432.jpg 768w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/dachsteinrockice-1536x864.jpg 1536w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/dachsteinrockice.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wir nehmen an, dass die Zahl der Skitourengeher und -innen zunehmen wird, und zwar Corona bedingt in einem stärkeren Ausmaß, als dies die letzten Jahre eh schon geschehen ist. Was bedeutet das für die Szene?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein interessanter Aspekt an diesen Kreisen ist ja, dass Skitourengeher Individualität und Distanz zur Masse als Merkmal vor sich hertragen. Daraus resultieren &#8211; auch schon lange vor Corona &#8211; Situationen in denen eine durchaus signifikante Menge an Individuen auf einmal eine ziemlich homogene Masse ergibt, die in den gleichen Outfits, mit den gleichen Materialen die gleichen Gipfel besteigt und in gleicher Sprache darüber spricht. Ich nehme mich da in keiner Weise aus, sondern trage beruflich dazu bei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Skitourengeher, die sich übrigens demografisch leicht eingrenzen lassen, tun sich mit dem Schritt ihrer Sportart in den Mainstream leider etwas schwerer. Provinzialismus und Territorialismus tritt ausgeprägt auf und manifestiert sich durch schroffes, oft unfreundliches Auftreten, das gerne sozialromantisch als knorrig-berglerisch dargestellt wird. Wie gesagt, es sind nur wenige, und die lassen sich oft schon aus der Ferne ausmachen.<br>Denn insgesamt sind die Skitourengeherinnen und -geher ein offenes, freundliches Völkchen, das gerne auf seine Mitmenschen Rücksicht nimmt und die Koexistenz am Berg der einsiedlerischen Einsamkeit vorzieht. Und &#8211; ich erwähne es aus Gründen nochmal &#8211; Rücksicht aufeinander nimmt.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Rücksicht nehmen</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8220;Was hat das mit Corona zu tun, Skrobar?&#8221;, mag sich die Leserin, der Leser spätestens jetzt fragen. Corona verlangt wie das Skitourengehen ein Sozialverhalten, das sich in der Rücksichtnahme auf seine Mitmenschen begründet.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="549" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2018/09/bergfuehrer-hilfe.jpg" alt="skitourenschule" class="wp-image-6193" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2018/09/bergfuehrer-hilfe.jpg 1024w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2018/09/bergfuehrer-hilfe-300x161.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2018/09/bergfuehrer-hilfe-768x412.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Viele werden mit dem Skitourengehen beginnen, weil die eingangs erwähnten Hashtaggründe nicht nur klischeehaft sind, sondern vor allem auch der Realität entsprechen. Mit Ski übern Berg gehen ist für Kopf und Körper eine der schönsten Tätigkeiten. Einige wenige werden allerdings &#8211; eben eventuell Corona bedingt &#8211; mit dem Tourengehen beginnen, um dort ihre Individualität und &#8220;persönliche Freiheit&#8221; zu finden, und so die sozialen Regeln der Rücksichtnahme, die die Pandemie notwendig macht, lautstark ignorieren. Wer im täglichen Leben die absolute Erfüllung der eigenen Bedürfnisse als viel wichtiger als die Rücksicht auf seine Mitmenschen sieht, der wird sich hoffentlich in der Skitourenszene nicht wohl fühlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt beim Skitourengehen selbstregulierende Elemente, die Menschen die Einsamkeit und Distanz zu den Massen ermöglicht. Das eine ist die notwendige Technik, die für Aufstieg und vor allem Abfahrt Voraussetzung ist, und das zweite, und meist wichtigere, sind die Skills des alpinen Risikomanagements und der Tourenplanung. Beide verlangen langjährige, nie endende Lernprozesse. Die Motivation ist jedoch bei Einsteigern wie Profis die gleiche, so sollte es auch bei der Toleranz gehalten werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sollten die positiven Aspekte des rücksichtsvollen Verhaltens beim Skitourengehen in den Umgang mit der Pandemie mitnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Geschrieben für <a href="https://www.sportaktiv.com" target="_blank" aria-label="undefined (opens in a new tab)" rel="noreferrer noopener">Sport Aktiv</a>, Ende September 2020)</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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		<title>Schneearten, die Spaß machen (oder nicht)</title>
		<link>https://www.diebergstation.at/schneearten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Dec 2019 07:30:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Adventure]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alpine Safety]]></category>
		<category><![CDATA[Die Bergstation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2019/11/bentleysnowflakes1.jpg" alt="" width="400" border="0" /><br />Es gibt mehr mögliche Schneekristallformen als Atome im Universum. Dieses Wissen erlaubt uns einen genaueren Blick auf die verschiedenen Schneearten und wieviel Spaß sie uns bringen.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ah, snow!<br> To thee an ode we owe!<br> Thy glisten makes sparkles<br> where dirt used to show!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">So spricht niemand Geringerer als Donald Duck, und recht hat sie, die berühmteste Ente der Welt. Schnee macht die Natur schöner, entschleunigt sie und legt eine Decke der Ruhe in die Landschaft. Diese ästhetische Komponente der häufigsten Form des festen Niederschlags ist eine Leistung, die man durchaus würdigen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch Schnee ist nicht nur bei makro- sondern auch bei mikroskopischer Betrachtung ein faszinierendes Element. Schneekristalle halten verbissen an einer starr hexagonalen Form fest, komme was wolle, zeigen aber innerhalb dieser Norm eine verspielte Vielfältigkeit und Individualität. Die Kristalle sind nicht hundertprozentig symmetrisch, und der bekannte Spruch, dass keine Schneeflocke einer anderen gleicht, stimmt statistisch betrachtet auch: Es gibt mehr mögliche Schneekristallformen als Atome im Universum.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top has-very-light-gray-background-color has-background" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="800" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/snowflakebentley.jpg" alt="" class="wp-image-2186 size-full" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/snowflakebentley.jpg 533w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/snowflakebentley-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 533px) 100vw, 533px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Die großartigen Fotos zu diesem Text stammen übrigens von <a href="http://snowflakebentley.com" target="_blank" aria-label="undefined (opens in a new tab)" rel="noreferrer noopener">Wilson &#8220;Snowflake&#8221; Bentley</a>. Er begann bereits 1885, Schnee unter einem Mikroskop zu fotografieren und hielt ingesamt mehr als 5000 Kristalle bildlich fest. Von ihm stammt auch die These, dass keine zwei Schneekristalle gleich sind.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt aber zum praktischen Teil. Welche Schneearten gibt es in unserem etwas kleineren Skiuniversum?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neuschnee</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neuschnee ist frisch gefallener Schnee und kann vielerlei Qualitäten aufweisen. Die Kristalle sind zunächst noch fein verzweigt, allerdings dann wichtigen Einflüssen ausgesetzt, die die Struktur verändern. Diese Einflüsse sind zum Beispiel Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie lässig Neuschnee generell zu fahren ist, hängt zu stark von diesen Einflüssen ab um eine allgemein gültige Spaßbewertung abzugeben. Wenn Neuschnee allerdings von zu starkem Wind- und Feuchtigkeitseinfluss verschont bleibt, so bleibt der Schnee trocken, wenig dicht und bringt als Pulverschnee ein Fahrspaßmaximum von <strong>10/10</strong>.</p>


<h2>Triebschnee</h2>
<p>Pfeift während des Schneefalls der Wind, so wird die sechseckige Form der Schneekristalle noch in der Luft zerstört, und der Schnee verliert seine Fluffigkeit. Zu Liegen kommen die geknickten Kristalle als Triebschnee &#8211; eine spröde und wenig flexible Schneeschicht. Triebschnee wird in der Neigungsgruppe der Lawinenexperten gerne als der Gott-sei-bei-uns der Schneeformen bezeichnet &#8211; übrigens eine durchaus passende Einschätzung. Triebschnee ist meistens die wichtigste Zutat von Schneebrettlawinen, aber auch großartig zu fahren, da Triebschnee federnden Rebound bietet. Also Gefährlichkeit bis zu <strong>9/10</strong>, Fahrspaß ebenfalls bis zu <strong>8/10</strong>. Lawinenkundliches Einschätzungsvermögen ist hier Voraussetzung.</p>
<h2>Bruchharsch</h2>
<p>Pfeift der Wind über die bereits ruhende Schneedecke, formt die Natur den Angstgegner aller Wintersportenthusiasten: Den Bruchharsch. Ein knackiger, fester Deckel, der auf einer lockeren Schneeschicht liegt. Die harte Oberfläche ist entweder von Wind gepresst oder eine wiedergefrorene Schmelzschicht. Der Fahrspaß hängt hier stark vom Können ab, pendelt sich aber bei durchschnittlich <strong>3/10</strong> ein.</p>


<div class="inherit-container-width wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="552" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflakes2.jpg" alt="" class="wp-image-2178" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflakes2.jpg 720w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflakes2-300x230.jpg 300w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Nasser Schnee</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei plötzlichem Temperaturanstieg wird aus flockigem Neuschnee schnell präpotenter Pappschnee. Für eine gemeinsame Schneemannbauerei der ideale Schnee, für entspanntes Freeriden weniger: Die Adhäsionskräfte bewirken, dass Ski und Snowboard am Schnee &#8216;picken&#8217;. Wird auch als Haxenbrecherschnee bezeichnet. Fahrspaß <strong>2/10</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erwärmt sich die Schneedecke etwas langsamer, haben wir es irgendwann mit nassem Sulzschnee zu tun. Der Schnee ist zwar ebenfalls schwer, allerdings gleiten die Wintersportgeräte viel besser und bringen vor allem im Frühjahr viel Spaß im verspurten Gelände. Vor allem die beliebten &#8216;Spritzbuckel&#8217; zaubern guten Skifahrerinnen und Skifahrern ein Lächeln ins Gesicht. Fahrspaß <strong>7/10</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Firn</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Über Firn wird nicht geredet sondern geschwärmt. Durchfeuchtet und friert eine Schneedecke mehrmals &#8211; per definitionem eigentlich über mehrere Jahre &#8211; so wird die großkristalline Schneedeckenoberfläche zum Spielplatz für genussvolles Fahren. Die Oberfläche wird von der Sonne geweckt und angetaut, und in dieser relativ kurzen Zeitspanne bevor auch die darunterliegenden Schichten nass und schwer werden erkennt man die Schönheit des Frühjahrsskilaufes in seiner ganzen Pracht. Fahrspaß wenn man den idealen Zeitpunkt erwischt: <strong>10/10</strong>.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="878" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflake3-1024x878.jpg" alt="" class="wp-image-2151" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflake3-1024x878.jpg 1024w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflake3-300x257.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflake3-768x659.jpg 768w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflake3.jpg 1348w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Imperfect Perfection</figcaption></figure>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Auch wichtig</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend haben auch ein paar Schneearten Erwähnung verdient, die entweder selten vorkommen, unfahrbar sind oder nicht natürlich entstehen. Letzteres ist natürlich der <strong>technische Schnee</strong> (&#8220;Kunstschnee&#8221;).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Natur liefert uns den poetisch benannten <strong>Faulschnee</strong>, ein Gemisch aus Wasser und Altschneebrocken, der innerhalb der Schneedecke keine Verbindung mehr aufweist und daher nicht nur unfahrbar sondern auch richtig gefährlich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am anderen Ende des Spektrums finden wir den <strong>Wildschnee</strong>, extrem trockener, kalter Pulverschnee mit geringer Dichte und einem Gewicht von weniger als 30 Kilo pro Kubikmeter. Dieser Schnee hat Weihnachten erfunden, er zeichnet Sterne in die kalte Winterluft und bringt Augen zum Strahlen. Auch als &#8216;Champagne Powder&#8217; bekannt und ein Grund, warum viele Menschen so gerne nach Japan fahren. Fahrspaß <strong>11/10</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzte Schneeform dieser Übersicht zeigt, dass uns auch der Schnee mit einem &#8216;Bis hier und nicht weiter&#8217; in die Schranken weisen kann. Der Punkrocker unter den Schneearten ist der <strong>Büßerschnee</strong>, bizarre Pyramiden die durch ungleiche Abschmelzung entstehen. Wie Hardcore diese Schneeform ist, zeigt der Umstand, dass Büßerschnee nicht nur in den höheren Gebirgen der Tropen und Subtropen zu finden ist, sondern vermutlich auch auf dem Jupitermond Europa. Interplanetary!</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">„Ein Delfin kann den Schnee womöglich fallen hören. Denn beim Auftreffen auf eine Wasseroberfläche erzeugen die luftigen Schneeflocken kurze Ultraschallgeräusche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrence Crum von der University of Washington in Seattle hat das Rieseln einzelner Schneeflocken mit Hilfe von Hydrophonen aus dem Geblubber der Seen herausgehört. Etwa jede zehnte Schneeflocke verursachte ein Signal mit einer Frequenz von einigen Dutzend bis 100 Kilohertz. Ein solches Signal oszilliert, während es langsam verhallt, ähnlich dem Klang eines kleinen Glöckchens. Hunderte Schneeflocken könnten in den Ohren der Delfine also wie ein fernes weihnachtliches Glockengeläut klingen.“&nbsp;(Der Tagesspiegel, Jänner 2003)</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Dieser Artikel wurde für das <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.sportaktiv.com" target="_blank">SportAktiv Magazin</a> geschrieben. Und auch auf unserer Seite wurde das Thema &#8216;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Schnee (opens in a new tab)" href="https://www.diebergstation.at/2016/01/schnee/" target="_blank">Schnee</a>&#8216; schon <a href="https://www.diebergstation.at/2012/02/schnee-ist-kalt-uber-die-notwendigkeit-theoretisches-wissen-in-der-praxis-zu-uberprufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="mehrmals (opens in a new tab)">mehrmals</a> behandelt.)</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="540" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/donald_snow.jpg" alt="" class="wp-image-1405" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/donald_snow.jpg 538w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/donald_snow-300x300.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/donald_snow-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Über den Autor</h2>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top has-very-light-gray-background-color has-background" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="697" height="697" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/stephanskrobar_sketch22.png" alt="" class="wp-image-2635 size-full" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/stephanskrobar_sketch22.png 697w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/stephanskrobar_sketch22-300x300.png 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/stephanskrobar_sketch22-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 697px) 100vw, 697px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Stephan Skrobar ist staatlich geprüfter Skilehrer und Skiführer und Alpinausbildner für den steirischen Skilehrerverband. Gemeinsam mit Peter Perhab leitet er das ‚Die Bergstation Freeride &amp; Alpin Center‘. Stephan betreibt nebenher eine <a href="http://www.creatix.at">Kommunikationsagentur</a>. Stephan ist kryophil.</p>
</div></div>
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		<title>Winterwetter</title>
		<link>https://www.diebergstation.at/winterwetter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Nov 2019 15:46:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alpine Safety]]></category>
		<category><![CDATA[Die Bergstation]]></category>
		<category><![CDATA[bedingungen]]></category>
		<category><![CDATA[klima]]></category>
		<category><![CDATA[nierderschlag]]></category>
		<category><![CDATA[schnee]]></category>
		<category><![CDATA[temperatur]]></category>
		<category><![CDATA[wetter]]></category>
		<category><![CDATA[woklken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2019/10/dachsteinmassiv.jpg" alt="" width="400" border="0" /><br />Das Wetter begleitet jeden Ausflug in die winterlichen Berge und hat großen Einfluss darauf, wie wir unsere Zeit im Schnee in Erinnerung behalten. Zum Wetter hat jeder eine Meinung, es steht als greifbares Smalltalk Thema zur Verfügung und ist doch einer der wichtigsten Faktoren im Leben von Touristen und Touristikern, Alpinisten und Skigebietsmaschinisten, Gastgewerbe und Dienstleistungsbetrieben.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Fragen, die der Skilauf mit sich bringt, hängen von bestimmten Umständen ab. &#8220;Papa, kannst mir die Handschuhe über die Jacke ziehen&#8221; wird von Unter-10-Jährigen täglich gestellt, taucht aber im weiteren Lebensverlauf selten auf. &#8220;Glaubst finden wir einen Platz in der Hütte&#8221; stellen sich erst Gruppen von vier oder mehr trinkfreudigen Schneesportlern regelmäßig. &#8220;Warum will mir Skigebietswerbung Investitionen verkaufen&#8221; fragt sich wahrscheinlich ein Großteil der Liftbenutzer, meistens mit Verwunderung.</p>
<p>Eine Frage stellen wir uns aber alle täglich, unabhängig von Alter, Können, Geschlecht oder Jahreseinkommen. &#8220;Wie wird&#8217;s Wetter.&#8221;</p>
<p>Das Wetter begleitet jeden Ausflug in die winterlichen Berge und hat großen Einfluss darauf, wie wir unsere Zeit im Schnee in Erinnerung behalten. Zum Wetter hat jeder eine Meinung, es steht als greifbares Smalltalk Thema zur Verfügung und ist doch einer der wichtigsten Faktoren im Leben von Touristen und Touristikern, Alpinisten und Skigebietsmaschinisten, Gastgewerbe und Dienstleistungsbetrieben.</p>
<h2>Es Wetta. Es wird.</h2>
<p>Als Wetter bezeichnet man den spürbaren, kurzfristigen Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort der Erdoberfläche, der unter anderem als Sonnenschein, Bewölkung, Regen, Wind, Hitze oder Kälte in Erscheinung tritt. In der Sprache des inneralpinen Österreichs zusammengefasst: Es Wetta.</p>
<h2>Die Großwetterlage</h2>
<p>Zuerst betrachten wir bei unserem Blick auf den Alpenraum und das Winterwetter die Großwetterlage. Unterschiedliche Großwetterlagen können prinzipiell zu jeder Jahreszeit auftreten und wiederkehrende Muster (zB. &#8220;Westlage&#8221;, &#8220;Nordlage&#8221;) werden in Klassifizierungen der Wetterdienste zusammengefasst. Bestimmend für die genaue Position der Druckzentren &#8211; also die Großwetterlage &#8211; sind, vor allem im Winter, die Entwicklung des Polarwirbels und der Jetstream.</p>
<p>Im Herbst ist der Jetstream meist noch recht weit im Norden und der Einfluss des subtropischen Hochdruckgürtels ist im Alpenraum oft noch deutlich zu spüren. Im Hochwinter, bei maximaler Ausdehnung des Polarwirbels, liegt der Jet weiter im Süden und längere Perioden mit sonnigem, stabilen Wetter sind viel seltener. Stattdessen sind rasche Wetterwechsel mit immer neuen Tiefs typisch, bei vergleichsweise stürmischem Wettercharakter. Im Frühjahr (Skitourensaison!) dreht sich das dann wieder um.</p>
<h2>Hauptwindrichtung</h2>
<p>Wo kommt das Ganze her? Die Alpen liegen in der sogenannten Westwindzone, die so heißt, weil der Wind fast immer aus westlichen Richtungen kommt. Die lokale Windrichtung kann sich stark von der großräumigen Windrichtung in höheren Atmosphärenschichten unterscheiden, es ist daher schwierig, allgemein gültige Aussagen zu treffen. Was in einem Tal außergewöhnlich ist, mag in einem anderen Tal völlig normal sein.</p>
<p>Gibt es die perfekte Region, in der es jede Nacht schneit und jeden Tag die Sonne scheint?</p>
<p>Abgesehen davon, dass so ein Szenario für einige Skifahrer, Skitourengeherinnen und Alpinisten eine absonderliche Vorstellung ist, die dem Bergerlebnis einiges an Würze nehmen würde, gibt es so eine Region bei uns im Alpenraum nicht.</p>
<p>Grundsätzlich hat die lokale Topographie starken Einfluss auf Wind und Niederschlag, aber auch hier lässt sich das nicht verallgemeinern. &#8220;In den Dolomiten ist immer schlecht und in den Nordalpen immer gut” gilt nicht. Tatsächlich sind aber gewisse Regionen bei bestimmten Wetterlagen anfälliger für starken Wind als andere, beispielsweise die sogenannten “Föhnschneisen”. Das hängt mit der Ausrichtung der entsprechenden Täler und mit Geländeformen zusammen, die den Wind kanalisieren, wenn er aus der richtigen Richtung kommt. Windrichtung und -stärke beeinflussen Schneequalität und Gefahrenquellen, was den Wind wiedermal als protziges Alphatier der Schneegestaltung dastehen lässt.</p>
<h2>Der Wetterbericht für Wintersportlerinnen und Wintersportler</h2>
<p>Der Wetterbericht ist für uns mehr als belustigtes Schmunzeln über Ausdruckstanz vor dem Green Screen: Mit der binären Aussage &#8220;das Wetter ist gut/schlecht&#8221; fangen wir wenig an.</p>
<p>Wichtig sind generell für uns die Faktoren</p>
<ul>
<li>Windstärke</li>
<li>Windrichtung</li>
<li>Temperatur</li>
<li>Niederschlagsmenge</li>
<li>Luftfeuchtigkeit</li>
</ul>
<p>denn aus ihnen ergibt sich die Antwort, wie der Schnee ist. Meteorologen helfen uns bei der Interpretation, für Interessierte und Profis sind dazu die landesweit verbreiteten Wetterstationen ein unerlässliches Werkzeug. Sie zeigen aktuelle und vergangene Daten und helfen so, ein Gesamtbild der Wettersituation zu erstellen, und auch Gefahrenmuster zu erkennen. Eine Übersicht der Stationen findet sich auf <a href="http://lawis.at" target="_blank" rel="noopener noreferrer">lawis.at</a>.</p>
<p>Antworten auf alle Wetterfragen hat Lea Hartl gegeben, ohne sie wäre dieser Artikel sehr kurz geworden. Lea ist Meteorologin am <a href="https://www.oeaw.ac.at/igf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Innsbrucker Institut für interdisziplinäre Gebirgsforschung (ÖAW)</a> und befasst sich dort vor allem mit den Zusammenhängen zwischen Gletschern, Permafrost, Schnee und Klima.</p>
<p>(Dieser Artikel wurde für das <a href="https://www.sportaktiv.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SportAktiv Magazin</a> geschrieben.)</p>


<h2 class="wp-block-heading">Über den Autor</h2>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2019/11/stephanskrobar6_2018_sm3.jpeg" alt="" class="wp-image-2798 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-very-light-gray-background-color has-background has-normal-font-size wp-block-paragraph">Stephan Skrobar ist staatlich geprüfter Skilehrer und Skiführer und Alpinausbildner für den steirischen Skilehrerverband. Gemeinsam mit Peter Perhab leitet er das ‚<a href="http://www.diebergstation.at">Die Bergstation Freeride &amp; Alpin Center</a>‘. Stephan betreibt eine <a rel="noreferrer noopener" href="http://creatix.at" target="_blank">Kommunikationsagentur</a> und liebt Punkrock und das Wetter.</p>
</div></div>
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		<title>Skitouren &#8211; Es ist nicht immer nur die Lawine</title>
		<link>https://www.diebergstation.at/skitourengehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2019 10:46:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alpine Safety]]></category>
		<category><![CDATA[Die Bergstation]]></category>
		<category><![CDATA[Opinion]]></category>
		<category><![CDATA[absturz]]></category>
		<category><![CDATA[lawinen]]></category>
		<category><![CDATA[skitouren]]></category>
		<category><![CDATA[treewell]]></category>
		<category><![CDATA[verirren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2019/10/skitouren.jpg" alt="" width="400" border="0" /><br />Lawinen sind ein wichtiger Faktor beim Skitourengehen und Freeriden, das ist unbestritten, doch sind vor allem Einsteiger und Einsteigerinnen meist in lawinensicherem Gebiet unterwegs. Dieser Artikel soll die Aufmerksamkeit auch auf andere Gefahrenquellen beim Skitourengehen lenken, die Übermacht der ‚Angst vor der Lawine‘ durch Fokus auf andere Risiken abschwächen und so die Unsicherheit vor dem Skitourengehen nehmen.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Viele Wintersportbegeisterte spielen mit dem Gedanken, dieses Skitourengehen, von dem alle schwärmen, einmal auszuprobieren. Klingt ja faszinierend. Allerdings ist da die stets präsente Gefahr, von der Lawine frühzeitig aus dem Leben gerissen zu werden. Das berichten jedenfalls viele Medien und die Arbeitskollegen, die auch schon einmal davon gehört haben, dass der Bekannte einer entfernten Bekannten angeblich den weißen Tod gestorben sei. Also lieber nicht. Man weiß ja nie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun soll dieser Text zunächst mit dieser Fehleinschätzung aufräumen. Lawinen sind ein wichtiger Faktor bei Skitouren und beim Freeriden, das ist unbestritten, doch sind vor allem Einsteiger und Einsteigerinnen meist in lawinensicherem Gebiet (so etwas gibt es) unterwegs. Und außerdem soll dieser Artikel die Aufmerksamkeit mehr auf andere Gefahrenquellen beim Skitourengehen lenken. Also die Übermacht der &#8216;Angst vor der Lawine&#8217; durch Fokus auf andere Risiken abschwächen und so die Unsicherheit vor dem Skitourengehen nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klingt wie ein unmögliches Unterfangen, aber probieren wir es einmal.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Winter 2018/19</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der vergangene Winter war in vielen Belangen ein außergewöhnlicher. Die extremen Schneefälle der ersten Jännerhälfte haben zwei Dinge ausgelöst. Zum einen sind die Medien in eine Art hyperventilierende Schnappatmung verfallen, die mit der Realität des Alltags in einer sehr schneereichen Region des Landes wenig zu tun hat (der Autor dieses Textes lebt in einer der scheereichsten Regionen des Landes), und zweitens haben sie eine Reihe anderer Gefahren beim Tourengehen verstärkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lockerschneemassen und Treewells &#8211; Hohlräume im lichten Wald</h2>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large wp-image-2717"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="612" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/treewell-1024x612.jpg" alt="" class="wp-image-2108" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/treewell-1024x612.jpg 1024w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/treewell-300x179.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/treewell-768x459.jpg 768w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/treewell.jpg 1109w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Danyo und sein Snowboard vor den Treewells. (Motherland Camp 2012, Tauplitz)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang des Jahres ist in der Steiermark ein Lehrer wenige Meter neben der Piste und vor den Augen seiner Schülerinnen im Lockerschnee erstickt. Er ist ganz banal über den Pistenrand hinaus über eine Böschung geschlittert, wurde vom nachrutschenden Lockerschnee begraben und&nbsp;konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Diese unglaubliche Tragödie zeigt eine der größten Gefahren, die vor allem in Perioden starken Niederschlags auftreten. Bei heftigem Schneefall bleiben Skitourengeherinnen und Freerider oft in leicht bewaldetem und mäßig steilem Gelände &#8211; vor allem auch wegen schlechter Sicht im baumfreien Gebiet. Und besonders um Nadelbäume bilden sich oft metertiefe Hohlräume &#8211; sogenannte Treewells (&#8220;Baumbrunnen&#8221;), lautlose Fallen aus denen man sich nicht mehr befreien kann, zumal Ski oder Snowboard oft als zusätzliche Anker wirken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Absturz</h2>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full wp-image-2711"><img loading="lazy" decoding="async" width="945" height="630" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/LuistrenkerErnstBaumann.jpg" alt="" class="wp-image-2086" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/LuistrenkerErnstBaumann.jpg 945w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/LuistrenkerErnstBaumann-300x200.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/LuistrenkerErnstBaumann-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 945px) 100vw, 945px" /><figcaption>Luis schaut. (Foto: Ernst Baumann)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Absturzgefahr war im schneereichen Winter nicht größer oder kleiner als sonst. Sie gilt als oft vom Wetter unabhängige Gefahr, die beim Bewegen in den Bergen naturgemäß gegeben ist. Viele Menschen stellen sich unter Absturz ein Trenkereskes, dramatisches Herabstürzen über eine mehrere tausend Meter hohe Nordwand vor, begleitet von gutturalem Schrei und entsetztem Blick der zumeist weiblichen Beobachterin. Oft bedeutet ein Absturz beim Skitourengehen allerdings ein Abrutschen über wenige (oder mehrere) Meter felsiges Gelände, das ungute Verletzungen nach sich zieht. Tatsächlich tritt dieses Gefahrenmuster gar nicht so selten auf, weil einige Faktoren mitspielen. Zum einen die Schneebedingungen (wenig Schnee und harte Schneedeckenoberfläche sind besonders brisant), zum anderen ist vor allem beim Aufstieg der Halt am Ski durch die Fersenfreiheit der Bindung reduziert. Bei der Abfahrt verstärkt fehlende Technik und Selbstüberschätzung diese Gefahr.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verirren</h2>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full wp-image-2715"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/skitourimnebel.jpg" alt="" class="wp-image-2097" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/skitourimnebel.jpg 1000w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/skitourimnebel-300x200.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/skitourimnebel-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption>Fischer Transalp 2018 (Foto: Max Kroneck/Fischer)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bei starkem Schneefall oder einfallendem Nebel einfach verschwinden. Auch diese Gefahr war im niederschlagsreichen #Powstria des vergangenen Jänners größer als sonst. Wer gemeinsam in Skigebietsnähe unterwegs ist, und bei schlechter Sicht bei der Abfahrt kurz verloren geht, wird meistens von den Begleitern schnell wieder gefunden, Telefon sei Dank. Anders ist es, wenn das Sich-kurz-Verlieren entweder Punkt 1 oder Punkt 2 nach sich zieht, oder das Wetter so umschlägt, dass ein Wiederfinden unmöglich wird. Gerade bei schnell einsetzenden Extrembedingungen kann die Situation eskalieren, neben fehlender Sicht wird bei starkem Wind auch die akustische Kommunikation unmöglich. Anfang Februar ist ein erfahrener Tourengeher als Resultat sich rapide ändernder Bedingungen tragisch erfroren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum waren aber die Lawinen weniger Thema? Einerseits beschleunigt das Eigengewicht der Neuschneemassen die Setzung &#8211; so war nach 15 Tagen mehr oder weniger andauerndem Schneefall und der damit verbundenen Lawinenwarnstufe 4 und 5 in der Steiermark nach einigen Tagen moderater Temperatur und Sonne die LWS wieder bei 2. Die Situation hat sich also schnell beruhigt. Und andererseits, und das macht Hoffnung, die Menschen brauchen keine geifernden Medien um zu verstehen, dass bei anhaltend starkem Schneefall, starkem Wind, und nicht mehr als einem halben Meter Sicht hochalpine Räume kein guter Platz für entspanntes Skitourengehen oder Freeriden sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ist nun nach Lektüre dieses Textes die Hemmschwelle, mit dem Skitourengehen zu beginnen, gesunken? Wahrscheinlich nicht. Allerdings ist hoffentlich das Bewusstsein schärfer geworden, dass man beim Skitourengehen eine Vielzahl an Faktoren beachten muss. Faktoren, die eigentlich logisch erscheinen und derentwegen man nicht in Panik sondern nüchterne Aufmerksamkeit verfallen sollte. Es wird nun nicht ein altes Sprichwort, demnach zu Tode gefürchtet auch gestorben sei, bemüht, sondern darauf hingewiesen, dass vor allem im Anfängerbereich die Anreise zur Skitour gefährlicher sein kann als die Tour selbst. Skitourengehen ist wunderschön, deshalb machen es ja so viele Menschen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über den Autor</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stephan Skrobar ist staatlich geprüfter Skilehrer und Skiführer und Alpinausbildner für den<a href="http://www.skilehrerverbandsteiermark.at" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> steirischen Skilehrerverband</a>. Gemeinsam mit Peter Perhab leitet er das ‚<a href="http://www.diebergstation.at" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Bergstation Freeride &amp; Alpin Center</a>‘. Stephan betreibt nebenher eine Kommunikationsagentur. Einer seiner engsten Freunde ist vergangenen Winter bei einer Skitour ums Leben gekommen. Dieses prägende Ereignis war Motivation für diesen Text.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Dieser Artikel wurde für das <a href="https://www.sportaktiv.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SportAktiv Magazin</a> geschrieben.)</p>
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		<title>Wer darf das eigentlich?</title>
		<link>https://www.diebergstation.at/wer-darf-das-eigentlich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2016 13:22:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alpine Safety]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[alpine sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[ausbildungen]]></category>
		<category><![CDATA[bergführer]]></category>
		<category><![CDATA[recht]]></category>
		<category><![CDATA[skiführer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wem folgt ihr da eigentlich in unter Umständen hochalpines Gelände mit all seinen alpinen Schönheiten und Gefahren? Und was passiert, wenn was passiert? Wir versuchen, euren Blick für mögliche rechtliche Probleme ein wenig zu schärfen.<a href="http://www.diebergstation.at/2016/02/018/wer-darf-das-eigentlich"> Mehr...</a></p>
<p><img src="http://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2014/06/guide_icons.jpg" alt="" width="400" border="0" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>In der dritten <a href="http://freeski.downdays.eu" target="_blank" rel="noopener">Downdays</a>&nbsp;&#8216;Brains&#8217; Kolumne&nbsp;des Winters Fünfzehnsechzehn&nbsp;wirds zwar knochentrocken wie es der vergangene Sommer war, bleibt aber hoffentlich trotzdem so interessant wie der Schneedeckenaufbau dieses Winters. Let&#8217;s talk about the law, baby.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Text richtet sich an all jene, die gerne an Freeride Camps, von Magazinen und Skimarken veranstalteten Testtagen, von Sicherheitsausrüstern und staatlichen oder privaten Bildungseinrichtungen organisierten Freeridetagen oder auch von Profifreeskiern selbst beworbenen Ride-with-me Angeboten teilnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wem folgt ihr da eigentlich in unter Umständen hochalpines Gelände mit all seinen alpinen Schönheiten und Gefahren? Und was passiert, wenn was passiert? Wir versuchen, euren Blick für mögliche Probleme ein wenig zu schärfen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full wp-image-1570"><img loading="lazy" decoding="async" width="1003" height="647" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/gruppeselafi15.jpg" alt="wechte" class="wp-image-1427" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/gruppeselafi15.jpg 1003w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/gruppeselafi15-300x194.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/gruppeselafi15-768x495.jpg 768w" sizes="(max-width: 1003px) 100vw, 1003px" /><figcaption>Wer trägt hier die Verantwortung?</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Freeriden ist ja auch als Dienstleistungsgedanke in der Mitte der Wintersportindustrie angekommen. Das heißt, nicht nur der Sporthandel, die Skigebiete und der ÖAMTC mit seiner Helikopterarmada profitieren vom Fahren abseits der Pisten, sondern auch jene, die den Interessierten das Freeriden nahebringen und lehren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wer darf in Österreich eigentlich als professioneller Freeride Guide auftreten? Wie in jedem Bereich gibt es auch hier eine Fülle von gesetzlichen Regelungen, mit denen wir euch nicht langweilen wollen. Sehr verkürzt gesagt: Jeder der aufgrund einer entsprechenden Ausbildung eine staatliche Berechtigung hierfür erworben hat. Das sind hier Berg- und Skiführer, und Skiführer mit Skischulkonzession beziehungsweise als Angestellte einer Skischule.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="200" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/guide_icons2-1.png" alt="" class="wp-image-2516" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/guide_icons2-1.png 400w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/guide_icons2-1-300x150.png 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Normalerweise&nbsp;interessiert das rechtliche Rundherum den geneigten Freerider nicht. Er oder sie möchte sich nicht mit den rechtlichen Aspekten eines Freeridetages auseinandersetzen, sondern jene fetten Powderfaces zershredden, die der Pro vorher ausgekundschaftet hat und in die er sich sodann laut jauchzend wirft. Und dass der Guide Pro ist, ist ja eh auf diversesten Social-Media-Kanälen ausreichend dokumentiert. Achtung: Im vorangegangenen Satz finden sich Spuren von Sarkasmus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich vertrauen die Teilnehmer von Freeride Camps und dergleichen darauf, dass sie der Guide sicher wieder nach Hause bringt. Sehr oft ist der Hauptgrund, warum sich Freerider überhaupt an ein Freeride Center wenden, die eigene Unkenntnis des Geländes und die damit einhergehende Unsicherheit betreffend Linienwahl und Bedingungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt wird dieser Text ungewöhnlich nüchtern, denn: Ein Unfall kann niemals ausgeschlossen werden. Lawinenunglücke, Abstürze und ähnliche Tragödien passieren auch Bergführern, leider auch dann wenn sie mit Gästen unterwegs sind. Solche Vorfälle gibt es immer wieder, die Konsequenzen für die Verantwortlichen (also die Anbieter) können bis zu strafrechtlicher Verurteilung reichen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full wp-image-1565"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="526" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/oskarmugshot.jpg" alt="" class="wp-image-1440" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/oskarmugshot.jpg 800w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/oskarmugshot-300x197.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/oskarmugshot-768x505.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Freeridehund Oskars aktuelles Fahndungsfoto.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Was hat der verletzte Kunde davon? Oder &#8211; noch schlimmer &#8211; die Hinterbliebenen? Der Anbieter könnte eventuell zivilrechtlich belangt werden, damit am Ende wenigstens eine finanzielle Entschädigung herausschaut. Diese Entschädigung wird im Normalfall von der Haftpflichtversicherung gedeckt, die jedes Freeride Center freiwillig abschließt – nach einigen landesgesetzlichen Regelungen ist eine Haftpflichtversicherung sogar Voraussetzung für die Berechtigung zur Berufsausübung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was aber, wenn der – Achtung, Anführungszeichen – „Guide“ keine Ausbildung und auch keine Haftpflichtversicherung hat? Dann bleibt dem motivierten Freerider neben dem Unfall nur der Blick durch die Finger. Die schadenersatzrechtlichen Forderungen sprengen schnell die finanziellen Möglichkeiten des „Guides“. Diese Überlegungen sollte jeder und jede anstellen, bevor er oder sie an Freeride Veranstaltungen aller Art teilnimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich betrifft das nur jene Veranstaltungen, die sich tatsächlich draußen im Backcountry abspielen. Bei zum Beispiel einer Lawinensuchübung neben der Liftstation gelten solche Rahmenbedingungen nicht, hier ist ja auch das Risiko ein weit geringeres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wollen die Lust am Freeriden nicht mit Schreckensszenarien überlagern. Ihr solltet eure Entscheidung, wem ihr da ins Gelände nachfahrt aber auf Basis möglichst umfassender Information über die möglichen Konsequenzen treffen. Vielleicht konnten wir mit diesem Beitrag ein wenig zum Nachdenken anregen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danke an Lukas Marzi für die kritische Durchsicht in rechtlicher Hinsicht, und Profifreeskierin und Skiführerin <a href="http://lorrainehuber.com" target="_blank" rel="noopener">Lorraine Huber</a> für die Idee zu dem Text.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Warnhinweis: Dies ist ein Artikel, der zum Nachdenken anregen soll, kein rechtlicher Leitfaden. Österreich und die österreichische Gesetzgebung dienen als Beispiel, rechtliche Regelungen und Auslegungen können in anderen Ländern unterschiedlich sein.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über den Autor</strong><br>Stephan Skrobar ist staatlich geprüfter Skilehrer und Skiführer, fährt im Fischer Freeski Team, ist Alpinausbildner für den steirischen Skilehrerverband, Team Manager des&nbsp;<a href="http://pieps.com/de/freeride" target="_blank" rel="noopener">Pieps Freeride Teams</a>&nbsp;und Leiter vom &#8216;Die Bergstation Freeride &amp; Alpin Center&#8217;. Stephan betreibt auch eine Kommunikationsagentur und liebt Punkrock. Beide (Stephan und Punkrock) sind nicht immer ernst zu nehmen.</p>
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		<title>Schnee!</title>
		<link>https://www.diebergstation.at/schnee/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2016 10:51:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alpine Safety]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Opinion]]></category>
		<category><![CDATA[downdays]]></category>
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		<category><![CDATA[lawinensicherheit]]></category>
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		<category><![CDATA[schneedecke]]></category>
		<category><![CDATA[schneemetamorphose]]></category>
		<category><![CDATA[schneeumwandlung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der ganz gewöhnliche Versuch einer oberflächlich gehaltenen Überlegung, was man als Freeskier über Schnee und seine Eigenschaften wissen muss.<a href="http://www.diebergstation.at/2016/01/06/schnee/"> Mehr...</a></p>
<p><img src="http://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2016/01/snowflakeicon.jpg" alt="" width="200" border="0" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="http://freeski.downdays.eu" target="_blank" rel="noopener">Downdays</a> hat in der&nbsp;zweiten Ausgabe des Winters 15/16 diesen Text schon Ende November gebracht, in der Annahme, er wäre anlaßbezogen. Heute wissen wir, der Schnee ist erst nach Jahreswechsel gekommen. Daher erst jetzt ein paar Worte über Schnee, geschrieben von einem Chionophilen.</em></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="387" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/chionophile.jpg" alt="" class="wp-image-1400" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/chionophile.jpg 640w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/chionophile-300x181.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Artikel über Schnee &#8211; noch dazu ein relativ kurzer &#8211; ist ungefähr so außergewöhnlich wie lautstarkes Beschweren, dass die fetten Skienden nicht in die Gondel passen. Aber anders als dem nervigen Skitransport gehört dem Schnee meine uneingeschränkte Liebe und Aufmerksamkeit, und das schon seit Jahrzehnten. Daher hier der gewöhnliche Versuch einer oberflächlich gehaltenen Überlegung, was man als Freeskier über Schnee und seine Eigenschaften wissen muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie entsteht Schnee?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wikipedia, wieder mal: “Schnee entsteht, wenn sich in den Wolken feinste Tröpfchen unterkühlten Wassers an Kristallisationskeimen (zum Beispiel Staubteilchen) anlagern und dort gefrieren.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schnee besteht aus vielen kleinen Eiskristallen, die meist stark verzweigt sind. Die Kristalle haben eine sechseckige Plättchen- oder Sternform. Schneeflocken sind keine gefrorenen Wassertropfen, sondern bilden sich in einer Kette von physikalischen Prozessen. Können Schneeflocken auch fünf- oder achtzackig sein? Nein. Gibt es zwei Schneeflocken, die gleich aussehen? Die Wahrscheinlichkeit schreit auch hier “Nein.” Sind Schneekristalle in ihrer ursprünglichen Form komplett symmetrisch und perfekt? Ebenfalls Nein.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large wp-image-1541"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="878" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflake3-1024x878.jpg" alt="" class="wp-image-2151" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflake3-1024x878.jpg 1024w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflake3-300x257.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflake3-768x659.jpg 768w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflake3.jpg 1348w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Imperfect perfection. (<a href="http://snowflakebentley.com" target="_blank" rel="noopener">Snowflake Bentley</a>)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Schneedecke, Schönmacher der Natur</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Liegt der Schnee erst mal am Boden und deckt die Unschönheiten/Unregelmäßigkeiten der Natur gnädig zu wird er für uns relevant. Dass es unterschiedliche Schneekonsistenz gibt, die sich noch dazu schnell ändern kann, ist jedem, der schon einmal mit der Zunge Schneeflocken gefangen hat, bekannt. Aber welche Einflüsse ändern den Schnee und wie betreffen sie uns als Freeskier?</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Bindet den Schnee und setzt die Schneedecke. Je nach Ausmaß der Feuchtigkeit und Temperatur kann der Schnee nun schneller werden oder bremsen.</li><li>Wind. Bindet den Schnee und macht ihn in Kombination mit Kälte spröde, bremst wenn Schneekristalle brechen und scharfkantiger werden.</li><li>Die Schwerkraft. Zieht den Schnee und dich nach unten.</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph">Schnee ist in einem Zustand permanenter Veränderung. Auch wenn er scheinbar still daliegt und Postkartenmotiv spielt, laufen in der Schneedecke umsetzende Prozesse ab, die die Konsistenz verändern. Zum einen folgt auch Schnee den Gesetzen der Schwerkraft und kriecht&nbsp;immer talwärts. (Daher werden Geländeformen bei größeren Schneemassen flacher.) Und zum anderen kann durch Umwelteinflüsse zum Beispiel aus einem relativ sicheren Hang in kurzer Zeit ein gefährliches Abenteuer werden.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full wp-image-1547"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="540" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/donald_snow.jpg" alt="" class="wp-image-1405" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/donald_snow.jpg 538w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/donald_snow-300x300.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/donald_snow-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /><figcaption>Truer words were never spoken.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann ist die Schneedecke gefährlich?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie in so vielen Bereichen des Lebens sind Extremzustände nicht unbedingt das Entspannendste. So ist es natürlich auch beim Schneedeckenaufbau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweierlei dazu: Erstens sind extreme Unterschiede in der Schneedecke ein Gefahrenzeichen. Zum Beispiel Temperaturunterschiede, aber natürlich auch und vor allem Unterschiede in der Konsistenz. Daraus ergibt sich nicht ein homogener <em>Snowpack</em>, sondern eine Überlagerung vieler verschiedener Schichten mit unterschiedlicher Festigkeit, Bindung, Dichte undsoweiter. Je mannigfacher sie sind, desto häufiger kann es Schichten geben, die ungut miteinander verbunden sind oder als Gleitschicht fungieren können. Die Schneedecke ist lawinengefährlich, und gerade im Frühwinter finden wir solche Eigenschaften. Temperaturunterschiede zwischen Luft und Untergrund sind groß, die Schneemächtigkeit gering. Wird ein Hang allerdings den Winter über regelmäßig befahren, so zerstört das Gleitschichten und die Lawinenwahrscheinlichkeit sinkt. Wichtig bei diesem Phänomen ist, dass das Gelände wirklich über einen längeren Zeitraum und nach allen Niederschlagsperioden befahren wird. Zu Tragen kommt dieser positive Effekt dadurch erst später in der Saison, und der Frühwinter bleibt eine nicht zu unterschätzende Zeit für Lawinengefahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und den zweiten Extremzustand finden wir normalerweise im Frühjahr, wenn Sister Sonne ihr Werkzeug auspackt, die Schneedecke bearbeitet und Spielverderberin spielt, weil sie Hänge gefährlich macht. Je später der Winter, desto größer ist der Einfluss der Sonne und desto unterschiedlicher ist die Schneequalität in verschiedenen Expositionen, Hangneigungen und Höhenlagen. Während man im schattigen Norden noch Pulver findet, kann in Südhängen die Schneedecke durch Sonneneinstrahlung bereits komplett durchfeuchtet sein. (Südliche Hemisphäre? Andersrum.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine solche Schneedecke weist zwar keine unterschiedlichen Schichten mehr auf, ist als gesamtes allerdings instabil und in ihrer Masse &#8211; wenn einmal in Bewegung &#8211; ein gnadenloser Frachtzug, der ziemlich alles und jedes wegräumt, das im Weg herumliegt. Es existieren genug Videos, die zeigen wie Nassschneelawinen Sessellifte, Verkehrswege oder ganze Dörfer annihilieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da sich Schnee im Zustand einer ständigen Metamorphose befindet, bleibt er für uns jeden Tag spannend. Sich mit oder im Schnee spielen bringt Erfahrung und Wissen über die verschiedenen Formen und erlaubt außerdem, Sinnsprüche über die Vergänglichkeit von Schneekristallen zu formulieren. Wer’s mag.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="616" height="420" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/schneesinnspruch.jpg" alt="" class="wp-image-1411" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/schneesinnspruch.jpg 616w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/schneesinnspruch-300x205.jpg 300w" sizes="(max-width: 616px) 100vw, 616px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><br>Über den Autor</strong><br>Stephan Skrobar ist staatlich geprüfter Skilehrer und Skiführer, fährt im Fischer Freeski Team, ist Alpinausbildner für den steirischen Skilehrerverband, Team Manager des&nbsp;Pieps Freeride Teams&nbsp;und Leiter vom ‘Die Bergstation Freeride &amp; Alpin Center’. Stephan betreibt auch eine Kommunikationsagentur und liebt gepflegten Punkrock. Beide (Stephan und Punkrock) sind nicht immer ernst zu nehmen.</p>
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		<title>Redundanz im Backcountry</title>
		<link>https://www.diebergstation.at/redundanz-im-backcountry/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2015 11:50:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alpine Safety]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Opinion]]></category>
		<category><![CDATA[alpine sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[downdays]]></category>
		<category><![CDATA[redundanz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Leben ist bekanntlich kein Streichelzoo, und oft genug muss man mit den langwierigen Konsequenzen risikobehafteten Verhaltens leben. Ja, genau. Das macht das Leben ja erst lebenswert. Was können wir also tun, um Horrorszenarien weitgehend vorbereitet entgegenzutreten?<a href="http://www.diebergstation.at/2015/11/13/redundanz-im-backcountry/"> Mehr...</a></p>
<p><img src="http://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2015/11/Redundantly_redundant_road_sign.jpg" alt="" width="400" border="0" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Weil wir ja Fans von <a href="http://freeski.downdays.eu" target="_blank" rel="noopener">Downdays</a> sind, und uns Layout und Inhalt immer wieder in leise Verzückung werfen, freuen wir uns natürlich, auch diese Saison wieder die Vielschichtigkeiten des Winters betrachten zu dürfen. Diese Expertenartikel erscheinen in der <a href="http://freeski.downdays.eu/magazine/" target="_blank" rel="noopener">Printausgabe</a> des Magazins, und hernach auch hier.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwo im vorderen Teil der ersten Downdays Ausgabe des Winters 15/16&nbsp;beschreibt <a href="https://www.facebook.com/DaneTudorShreds" target="_blank" rel="noopener">Dane Tudor</a> einen Tag, den er sich höchstwahrscheinlich anders vorgestellt hat. Und bei allem “Es gibt ja auch eine positive Seite der Medaille” muss gesagt werden, dass bis heute jeder, den ich kenne &#8211; mich inkludiert &#8211; auf jede Sportverletzung liebend gerne verzichtet hätte, hätte er oder sie die Wahl gehabt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber das Leben ist bekanntlich kein Streichelzoo, und oft genug muss man mit den schmerzhaften und langwierigen Konsequenzen jungen und risikobehafteten Verhaltens leben. Ja, genau. Das macht das Leben ja erst lebenswert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück zu den nüchternen Fakten. Dass ein Ausflug ins winterliche Backcountry mehr Potential für Desaster (ich bin mir sicher, dass irgendwo in Finnland eine obskure Death Metal Band diesen Namen trägt) als ein frühlingshafter Nachmittag im Biergarten in sich birgt, liegt nahe. (Bei näherer Betrachtung vielleicht nicht. Hm.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was können wir also tun, um Horrorszenarien weitgehend vorbereitet entgegenzutreten? Gut vorbereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Redundanz ist das zusätzliche Vorhandensein funktional gleicher oder vergleichbarer Ressourcen eines […] Systems, wenn diese bei einem störungsfreien Betrieb im Normalfall nicht benötigt werden.&#8221; (sagt Wikipedia, und wir stimmen zu.)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor jedem Trip in den alpinen Winter, und sei es nur ein schneller nachmittäglicher Hikeausflug aus dem Skigebiet heraus, läuft im Hinterkopf ein immer gleicher Gedankengang ab: Was kann schiefgehen und wie werde ich darauf reagieren?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je größer das Projekt, je mehr unsichere Faktoren ins Spiel kommen, desto aufwändiger werden die Überlegungen und die notwendigen Vorbereitungen. Ad hoc fallen mir vier Bereiche ein, die ich &#8211; mal genauer, mal oberflächlicher &#8211; überdenke.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. Mit wem bin ich unterwegs?</strong><br>Abgesehen von Solounternehmungen ist das Buddy System eine effektive Möglichkeit, redundant am Weg zu sein. In losen Paaren fährt man gegenverantwortlich &#8211; jeder weiß, wo der Partner gerade ist und was er oder sie gerade macht. Zusätzlich können sich Partner in ihren Kompetenzen gut ergänzen und stärken.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large wp-image-1500"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="662" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bastisteph-1024x662.jpg" alt="" class="wp-image-1382" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bastisteph-1024x662.jpg 1024w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bastisteph-300x194.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bastisteph-768x497.jpg 768w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bastisteph.jpg 1195w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>&#8220;Kompetenzen&#8221;, &#8220;ergänzen&#8221;, &#8220;stärken&#8221;. (Mit <a href="http://skibikehike.blogspot.co.at/2014/04/140406-serles-2717m-nordrinne.html" target="_blank" rel="noopener">Mel und Basti unterwegs</a>. Serles 2014)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2. Wie kann ich kommunizieren?</strong><br>Die wichtigste Überlegung ist, ob und wie ich eine Rettungskette initiieren kann: Kann ich die Außenwelt kontaktieren und notwendige Informationen übermitteln? Möglichkeiten, die Rettungskette einzuleiten sind: Mobiltelefon. Geht das wegen mangelnder Netzabdeckung nicht, dann Funkgerät. Kein Funkgerät und keine Trucker-CB-HelloRubberDucky Skills? Satellitentelefon. Und bevor die leicht schnaufende Argumentation “Ja, aber wer hat denn schon ein Satellitentelefon und überhaupt, was das alles kostet?” beginnt. Das stimmt. Mit einem Satellitentelefon telefonieren ist teuer, aber muss, wenn andere Kommunikationskanäle nicht zur Verfügung stehen, eingeplant werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3. Welche Verletzungen kann ich mit meinen Erste Hilfe Fähigkeiten abdecken?</strong><br>Nein, es reicht natürlich nicht, mit autoritärer Stimme laut “Lassen Sie mich durch, ich bin Arzt!” rufen zu können, um medizinische Kompetenz zu erlangen. Genauso wenig darf man sich zu wenig zutrauen. Als Guide oder alter Fuchs ist man regelmäßig bei Unfällen dabei, und erlangt über die Jahre eine gewisse Fähigkeit, die Natur und den Schweregrad einer Verletzung einzuschätzen. Aber erst bei Unfällen, die nicht in Skigebietsnähe oder in vom Helikopter leicht erreichbarem Gelände passieren, muss man selbstverantwortlich handeln. Dann hilft es, wenn man weiß wie man einen SAM Splint anlegt oder über das eigene Geschrei oder das des Verletzten entscheiden kann, ob Transport oder weitere Belastung möglich ist.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full wp-image-1493"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="315" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/sam_splint.jpg" alt="" class="wp-image-1395" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/sam_splint.jpg 600w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/sam_splint-300x158.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption>Uncle Sam wants you to use a SAM splint.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>4. Wie kann ich Verletzte transportieren?</strong><br>Oder kann ich sie überhaupt transportieren? Im Idealfall glüht ein grantiger Liftler die nahegelegene Piste zu mir und schleift mich mit seinem Skidoo zur bereitstehenden Rettung. Leider erlaubt das Gelände weder Pistengerät noch Skidoo. Also Helikopter rufen. Shit, kein Flugwetter. Naja, Bergrettung anrufen, die sind austrainiert und in einer guten Stunde hier. Kein Empfang. Wenn also redundante Systeme langsam dünn werden, hilft es, den Abtransportmöglichkeiten mit eigenen Mitteln, also zum Beispiel einer Biwaksackschleife, zu kennen und anwenden zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt zuletzt die Frage, inwiefern das “Abenteuer” darunter leidet, wenn man im Vorfeld versucht, so viele Risikofaktoren wie möglich zu minimieren. Ich denke, diese Frage kann jeder erst dann leicht beantworten, wenn eine Scheisssituation wirklich eintritt und eine sehr persönliche Angelegenheit wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über den Autor</strong><br>Stephan Skrobar ist staatlich geprüfter Skilehrer und Skiführer, fährt im Fischer Freeski Team, ist Alpinausbildner für den steirischen Skilehrerverband, Team Manager des&nbsp;<a href="http://pieps.com/de/freeride" target="_blank" rel="noopener">Pieps Freeride Teams</a>&nbsp;und Leiter vom &#8216;Die Bergstation Freeride &amp; Alpin Center&#8217;. Stephan betreibt auch eine Kommunikationsagentur und liebt gepflegten Punkrock. Beide (Stephan und Punkrock) sind nicht immer ernst zu nehmen.</p>
<p>The post <a href="https://www.diebergstation.at/redundanz-im-backcountry/">Redundanz im Backcountry</a> appeared first on <a href="https://www.diebergstation.at">Die Bergstation</a>.</p>
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