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	<title>schnee Archives - Die Bergstation</title>
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	<description>Freeride &#38; Alpin Center Dachstein</description>
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	<title>schnee Archives - Die Bergstation</title>
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	<item>
		<title>Winterwetter</title>
		<link>https://www.diebergstation.at/winterwetter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Nov 2019 15:46:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alpine Safety]]></category>
		<category><![CDATA[Die Bergstation]]></category>
		<category><![CDATA[bedingungen]]></category>
		<category><![CDATA[klima]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2019/10/dachsteinmassiv.jpg" alt="" width="400" border="0" /><br />Das Wetter begleitet jeden Ausflug in die winterlichen Berge und hat großen Einfluss darauf, wie wir unsere Zeit im Schnee in Erinnerung behalten. Zum Wetter hat jeder eine Meinung, es steht als greifbares Smalltalk Thema zur Verfügung und ist doch einer der wichtigsten Faktoren im Leben von Touristen und Touristikern, Alpinisten und Skigebietsmaschinisten, Gastgewerbe und Dienstleistungsbetrieben.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Fragen, die der Skilauf mit sich bringt, hängen von bestimmten Umständen ab. &#8220;Papa, kannst mir die Handschuhe über die Jacke ziehen&#8221; wird von Unter-10-Jährigen täglich gestellt, taucht aber im weiteren Lebensverlauf selten auf. &#8220;Glaubst finden wir einen Platz in der Hütte&#8221; stellen sich erst Gruppen von vier oder mehr trinkfreudigen Schneesportlern regelmäßig. &#8220;Warum will mir Skigebietswerbung Investitionen verkaufen&#8221; fragt sich wahrscheinlich ein Großteil der Liftbenutzer, meistens mit Verwunderung.</p>
<p>Eine Frage stellen wir uns aber alle täglich, unabhängig von Alter, Können, Geschlecht oder Jahreseinkommen. &#8220;Wie wird&#8217;s Wetter.&#8221;</p>
<p>Das Wetter begleitet jeden Ausflug in die winterlichen Berge und hat großen Einfluss darauf, wie wir unsere Zeit im Schnee in Erinnerung behalten. Zum Wetter hat jeder eine Meinung, es steht als greifbares Smalltalk Thema zur Verfügung und ist doch einer der wichtigsten Faktoren im Leben von Touristen und Touristikern, Alpinisten und Skigebietsmaschinisten, Gastgewerbe und Dienstleistungsbetrieben.</p>
<h2>Es Wetta. Es wird.</h2>
<p>Als Wetter bezeichnet man den spürbaren, kurzfristigen Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort der Erdoberfläche, der unter anderem als Sonnenschein, Bewölkung, Regen, Wind, Hitze oder Kälte in Erscheinung tritt. In der Sprache des inneralpinen Österreichs zusammengefasst: Es Wetta.</p>
<h2>Die Großwetterlage</h2>
<p>Zuerst betrachten wir bei unserem Blick auf den Alpenraum und das Winterwetter die Großwetterlage. Unterschiedliche Großwetterlagen können prinzipiell zu jeder Jahreszeit auftreten und wiederkehrende Muster (zB. &#8220;Westlage&#8221;, &#8220;Nordlage&#8221;) werden in Klassifizierungen der Wetterdienste zusammengefasst. Bestimmend für die genaue Position der Druckzentren &#8211; also die Großwetterlage &#8211; sind, vor allem im Winter, die Entwicklung des Polarwirbels und der Jetstream.</p>
<p>Im Herbst ist der Jetstream meist noch recht weit im Norden und der Einfluss des subtropischen Hochdruckgürtels ist im Alpenraum oft noch deutlich zu spüren. Im Hochwinter, bei maximaler Ausdehnung des Polarwirbels, liegt der Jet weiter im Süden und längere Perioden mit sonnigem, stabilen Wetter sind viel seltener. Stattdessen sind rasche Wetterwechsel mit immer neuen Tiefs typisch, bei vergleichsweise stürmischem Wettercharakter. Im Frühjahr (Skitourensaison!) dreht sich das dann wieder um.</p>
<h2>Hauptwindrichtung</h2>
<p>Wo kommt das Ganze her? Die Alpen liegen in der sogenannten Westwindzone, die so heißt, weil der Wind fast immer aus westlichen Richtungen kommt. Die lokale Windrichtung kann sich stark von der großräumigen Windrichtung in höheren Atmosphärenschichten unterscheiden, es ist daher schwierig, allgemein gültige Aussagen zu treffen. Was in einem Tal außergewöhnlich ist, mag in einem anderen Tal völlig normal sein.</p>
<p>Gibt es die perfekte Region, in der es jede Nacht schneit und jeden Tag die Sonne scheint?</p>
<p>Abgesehen davon, dass so ein Szenario für einige Skifahrer, Skitourengeherinnen und Alpinisten eine absonderliche Vorstellung ist, die dem Bergerlebnis einiges an Würze nehmen würde, gibt es so eine Region bei uns im Alpenraum nicht.</p>
<p>Grundsätzlich hat die lokale Topographie starken Einfluss auf Wind und Niederschlag, aber auch hier lässt sich das nicht verallgemeinern. &#8220;In den Dolomiten ist immer schlecht und in den Nordalpen immer gut” gilt nicht. Tatsächlich sind aber gewisse Regionen bei bestimmten Wetterlagen anfälliger für starken Wind als andere, beispielsweise die sogenannten “Föhnschneisen”. Das hängt mit der Ausrichtung der entsprechenden Täler und mit Geländeformen zusammen, die den Wind kanalisieren, wenn er aus der richtigen Richtung kommt. Windrichtung und -stärke beeinflussen Schneequalität und Gefahrenquellen, was den Wind wiedermal als protziges Alphatier der Schneegestaltung dastehen lässt.</p>
<h2>Der Wetterbericht für Wintersportlerinnen und Wintersportler</h2>
<p>Der Wetterbericht ist für uns mehr als belustigtes Schmunzeln über Ausdruckstanz vor dem Green Screen: Mit der binären Aussage &#8220;das Wetter ist gut/schlecht&#8221; fangen wir wenig an.</p>
<p>Wichtig sind generell für uns die Faktoren</p>
<ul>
<li>Windstärke</li>
<li>Windrichtung</li>
<li>Temperatur</li>
<li>Niederschlagsmenge</li>
<li>Luftfeuchtigkeit</li>
</ul>
<p>denn aus ihnen ergibt sich die Antwort, wie der Schnee ist. Meteorologen helfen uns bei der Interpretation, für Interessierte und Profis sind dazu die landesweit verbreiteten Wetterstationen ein unerlässliches Werkzeug. Sie zeigen aktuelle und vergangene Daten und helfen so, ein Gesamtbild der Wettersituation zu erstellen, und auch Gefahrenmuster zu erkennen. Eine Übersicht der Stationen findet sich auf <a href="http://lawis.at" target="_blank" rel="noopener noreferrer">lawis.at</a>.</p>
<p>Antworten auf alle Wetterfragen hat Lea Hartl gegeben, ohne sie wäre dieser Artikel sehr kurz geworden. Lea ist Meteorologin am <a href="https://www.oeaw.ac.at/igf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Innsbrucker Institut für interdisziplinäre Gebirgsforschung (ÖAW)</a> und befasst sich dort vor allem mit den Zusammenhängen zwischen Gletschern, Permafrost, Schnee und Klima.</p>
<p>(Dieser Artikel wurde für das <a href="https://www.sportaktiv.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SportAktiv Magazin</a> geschrieben.)</p>


<h2 class="wp-block-heading">Über den Autor</h2>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2019/11/stephanskrobar6_2018_sm3.jpeg" alt="" class="wp-image-2798 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-very-light-gray-background-color has-background has-normal-font-size wp-block-paragraph">Stephan Skrobar ist staatlich geprüfter Skilehrer und Skiführer und Alpinausbildner für den steirischen Skilehrerverband. Gemeinsam mit Peter Perhab leitet er das ‚<a href="http://www.diebergstation.at">Die Bergstation Freeride &amp; Alpin Center</a>‘. Stephan betreibt eine <a rel="noreferrer noopener" href="http://creatix.at" target="_blank">Kommunikationsagentur</a> und liebt Punkrock und das Wetter.</p>
</div></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Schnee!</title>
		<link>https://www.diebergstation.at/schnee/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2016 10:51:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alpine Safety]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Opinion]]></category>
		<category><![CDATA[downdays]]></category>
		<category><![CDATA[gefahren]]></category>
		<category><![CDATA[lawinen]]></category>
		<category><![CDATA[lawinensicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[schnee]]></category>
		<category><![CDATA[schneedecke]]></category>
		<category><![CDATA[schneemetamorphose]]></category>
		<category><![CDATA[schneeumwandlung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der ganz gewöhnliche Versuch einer oberflächlich gehaltenen Überlegung, was man als Freeskier über Schnee und seine Eigenschaften wissen muss.<a href="http://www.diebergstation.at/2016/01/06/schnee/"> Mehr...</a></p>
<p><img src="http://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2016/01/snowflakeicon.jpg" alt="" width="200" border="0" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="http://freeski.downdays.eu" target="_blank" rel="noopener">Downdays</a> hat in der&nbsp;zweiten Ausgabe des Winters 15/16 diesen Text schon Ende November gebracht, in der Annahme, er wäre anlaßbezogen. Heute wissen wir, der Schnee ist erst nach Jahreswechsel gekommen. Daher erst jetzt ein paar Worte über Schnee, geschrieben von einem Chionophilen.</em></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="387" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/chionophile.jpg" alt="" class="wp-image-1400" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/chionophile.jpg 640w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/chionophile-300x181.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Artikel über Schnee &#8211; noch dazu ein relativ kurzer &#8211; ist ungefähr so außergewöhnlich wie lautstarkes Beschweren, dass die fetten Skienden nicht in die Gondel passen. Aber anders als dem nervigen Skitransport gehört dem Schnee meine uneingeschränkte Liebe und Aufmerksamkeit, und das schon seit Jahrzehnten. Daher hier der gewöhnliche Versuch einer oberflächlich gehaltenen Überlegung, was man als Freeskier über Schnee und seine Eigenschaften wissen muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie entsteht Schnee?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wikipedia, wieder mal: “Schnee entsteht, wenn sich in den Wolken feinste Tröpfchen unterkühlten Wassers an Kristallisationskeimen (zum Beispiel Staubteilchen) anlagern und dort gefrieren.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schnee besteht aus vielen kleinen Eiskristallen, die meist stark verzweigt sind. Die Kristalle haben eine sechseckige Plättchen- oder Sternform. Schneeflocken sind keine gefrorenen Wassertropfen, sondern bilden sich in einer Kette von physikalischen Prozessen. Können Schneeflocken auch fünf- oder achtzackig sein? Nein. Gibt es zwei Schneeflocken, die gleich aussehen? Die Wahrscheinlichkeit schreit auch hier “Nein.” Sind Schneekristalle in ihrer ursprünglichen Form komplett symmetrisch und perfekt? Ebenfalls Nein.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large wp-image-1541"><img decoding="async" width="1024" height="878" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflake3-1024x878.jpg" alt="" class="wp-image-2151" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflake3-1024x878.jpg 1024w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflake3-300x257.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflake3-768x659.jpg 768w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/bentleysnowflake3.jpg 1348w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Imperfect perfection. (<a href="http://snowflakebentley.com" target="_blank" rel="noopener">Snowflake Bentley</a>)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Schneedecke, Schönmacher der Natur</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Liegt der Schnee erst mal am Boden und deckt die Unschönheiten/Unregelmäßigkeiten der Natur gnädig zu wird er für uns relevant. Dass es unterschiedliche Schneekonsistenz gibt, die sich noch dazu schnell ändern kann, ist jedem, der schon einmal mit der Zunge Schneeflocken gefangen hat, bekannt. Aber welche Einflüsse ändern den Schnee und wie betreffen sie uns als Freeskier?</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Bindet den Schnee und setzt die Schneedecke. Je nach Ausmaß der Feuchtigkeit und Temperatur kann der Schnee nun schneller werden oder bremsen.</li><li>Wind. Bindet den Schnee und macht ihn in Kombination mit Kälte spröde, bremst wenn Schneekristalle brechen und scharfkantiger werden.</li><li>Die Schwerkraft. Zieht den Schnee und dich nach unten.</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph">Schnee ist in einem Zustand permanenter Veränderung. Auch wenn er scheinbar still daliegt und Postkartenmotiv spielt, laufen in der Schneedecke umsetzende Prozesse ab, die die Konsistenz verändern. Zum einen folgt auch Schnee den Gesetzen der Schwerkraft und kriecht&nbsp;immer talwärts. (Daher werden Geländeformen bei größeren Schneemassen flacher.) Und zum anderen kann durch Umwelteinflüsse zum Beispiel aus einem relativ sicheren Hang in kurzer Zeit ein gefährliches Abenteuer werden.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full wp-image-1547"><img decoding="async" width="538" height="540" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/donald_snow.jpg" alt="" class="wp-image-1405" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/donald_snow.jpg 538w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/donald_snow-300x300.jpg 300w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/donald_snow-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /><figcaption>Truer words were never spoken.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann ist die Schneedecke gefährlich?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie in so vielen Bereichen des Lebens sind Extremzustände nicht unbedingt das Entspannendste. So ist es natürlich auch beim Schneedeckenaufbau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweierlei dazu: Erstens sind extreme Unterschiede in der Schneedecke ein Gefahrenzeichen. Zum Beispiel Temperaturunterschiede, aber natürlich auch und vor allem Unterschiede in der Konsistenz. Daraus ergibt sich nicht ein homogener <em>Snowpack</em>, sondern eine Überlagerung vieler verschiedener Schichten mit unterschiedlicher Festigkeit, Bindung, Dichte undsoweiter. Je mannigfacher sie sind, desto häufiger kann es Schichten geben, die ungut miteinander verbunden sind oder als Gleitschicht fungieren können. Die Schneedecke ist lawinengefährlich, und gerade im Frühwinter finden wir solche Eigenschaften. Temperaturunterschiede zwischen Luft und Untergrund sind groß, die Schneemächtigkeit gering. Wird ein Hang allerdings den Winter über regelmäßig befahren, so zerstört das Gleitschichten und die Lawinenwahrscheinlichkeit sinkt. Wichtig bei diesem Phänomen ist, dass das Gelände wirklich über einen längeren Zeitraum und nach allen Niederschlagsperioden befahren wird. Zu Tragen kommt dieser positive Effekt dadurch erst später in der Saison, und der Frühwinter bleibt eine nicht zu unterschätzende Zeit für Lawinengefahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und den zweiten Extremzustand finden wir normalerweise im Frühjahr, wenn Sister Sonne ihr Werkzeug auspackt, die Schneedecke bearbeitet und Spielverderberin spielt, weil sie Hänge gefährlich macht. Je später der Winter, desto größer ist der Einfluss der Sonne und desto unterschiedlicher ist die Schneequalität in verschiedenen Expositionen, Hangneigungen und Höhenlagen. Während man im schattigen Norden noch Pulver findet, kann in Südhängen die Schneedecke durch Sonneneinstrahlung bereits komplett durchfeuchtet sein. (Südliche Hemisphäre? Andersrum.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine solche Schneedecke weist zwar keine unterschiedlichen Schichten mehr auf, ist als gesamtes allerdings instabil und in ihrer Masse &#8211; wenn einmal in Bewegung &#8211; ein gnadenloser Frachtzug, der ziemlich alles und jedes wegräumt, das im Weg herumliegt. Es existieren genug Videos, die zeigen wie Nassschneelawinen Sessellifte, Verkehrswege oder ganze Dörfer annihilieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da sich Schnee im Zustand einer ständigen Metamorphose befindet, bleibt er für uns jeden Tag spannend. Sich mit oder im Schnee spielen bringt Erfahrung und Wissen über die verschiedenen Formen und erlaubt außerdem, Sinnsprüche über die Vergänglichkeit von Schneekristallen zu formulieren. Wer’s mag.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="616" height="420" src="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/schneesinnspruch.jpg" alt="" class="wp-image-1411" srcset="https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/schneesinnspruch.jpg 616w, https://www.diebergstation.at/wp-content/uploads/2022/09/schneesinnspruch-300x205.jpg 300w" sizes="(max-width: 616px) 100vw, 616px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><br>Über den Autor</strong><br>Stephan Skrobar ist staatlich geprüfter Skilehrer und Skiführer, fährt im Fischer Freeski Team, ist Alpinausbildner für den steirischen Skilehrerverband, Team Manager des&nbsp;Pieps Freeride Teams&nbsp;und Leiter vom ‘Die Bergstation Freeride &amp; Alpin Center’. Stephan betreibt auch eine Kommunikationsagentur und liebt gepflegten Punkrock. Beide (Stephan und Punkrock) sind nicht immer ernst zu nehmen.</p>
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